Erika von Kalben
PM Nr.019.10 vom 17.03.2010

Zurück in die Steinzeit

Zur Vertagung der Änderung des Landesschulgesetzes im gestrigen Koalitionsausschuss sagt die Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Eka von Kalben:

Der Koalitionsausschuss schiebt die Entscheidung über die Änderung des Schulgesetzes auf die lange Bank, lässt die Eltern weiterhin im bildungspolitischen Nebel stehen und trägt dazu bei, dass die Verunsicherung bei Eltern, LehrerInnen und SchülerInnen weiter wächst.

Während andere Länder den ExpertInnen trauen und schrittweise das gemeinsame Lernen fördern, begibt sich Minister Klug zurück in die bildungspolitische Steinzeit. Die Einführung eines zweigliedrigen Systems an den Gymnasien mit getrennten G8 und G9 Klassen würde in Schleswig-Holstein zu einem vielfach gesplittertem Schulsystem führen.

Gerade zwischen der fünften und zehnten Klasse brauchen SchülerInnen Zeit, auch Kind zu sein. Deshalb muss der Lehrplan insbesondere für die G8 Klassen entschlackt werden und es muss wieder mehr Zeit für Gemeinsames, für Musik, für Sport und für Theater geben.

Die Landesregierung darf nicht länger in ihrer Höhle Winterschlaf halten. Kinder und Eltern brauchen jetzt eine Perspektive für den Übergang auf die weiterführenden Schulen. Ich möchte nicht in der Haut derjenigen stecken, die sich jetzt für eine weitergehende Schule entscheiden müssen. Nichts ist verlässlich, alles ist möglich, gerecht ist das nicht.


(c) BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
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