PM Nr.095.09 vom 06.10.2009

Finanzielles Waterloo für Lübeck

Zur Meldung, dass der Mehrheitseigner Infratil sich Ende des Monats aus dem Flughafen Lübeck zurückziehen wird und die Stadt zirka 26 Mio. Euro an Infratil zahlen muss, sagt die Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Marlies Fritzen:

Es ist so gekommen, wie es alle KritikerInnen der Lübecker Flughafenpolitik befürchtet haben. Der Vertrag mit Infratil war gar keine echte Privatisierung der Flughafengesellschaft, denn alle Risiken blieben bei der Stadt Lübeck.

Dass Infratil jetzt seine Ausstiegsoption wahr macht, zeigt deutlich, dass der Flughafen Lübeck nicht rentabel zu betreiben ist. Deshalb ist es auch unwahrscheinlich, dass ein neuer Investor gewonnen werden kann, der auf eigenes Risiko einsteigt. Und wenn die Stadt keinen anderen Investor findet, dann ist das das finanzielle Waterloo für die ohnehin schon hoch verschuldete Hansestadt Lübeck.

 


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